Können auch Kinder an Fibromyalgie erkranken?

schreiendes_KindGrundsätzlich kann der Ganzkörperschmerz, der mit Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Konzentrationsschwäche einhergeht, auch Kinder betreffen. Dennoch lässt sich die Diagnose Fibromyalgie bei Kindern noch schwieriger stellen. Zum einen können Kinder ihre Beschwerden oftmals nicht in der Form äußern, wie es Erwachsene können. Und zum anderen sind vor allem Schmerzen in den Bändern und Gelenken kein seltenes Phänomen bei Kindern, die sich augenscheinlich noch im Wachstum befinden. Der Wachstumsschmerz in Knie-, Fuß- und Hüftgelenken muss also deutlich von einer Fibromyalgie abgegrenzt werden.

Auch Rheuma, an dem bereits Kleinkinder erkranken können, muss diagnostisch ausgeschlossen werden. Ist die Fibromyalgie bei einem Kind wahrscheinlich, sprechen Mediziner in diesem Fall vom juvenilen Fibromyalgie-Syndrom. Eine besonders umsichtige und tief greifende Diagnostik ist bei Kindern unumgänglich, wobei das Kind ganzheitlich betrachtet werden muss. Differenziert werden muss also zwischen medizinischer und psychologischer Abklärung der Ursachen, da bei Kindern noch häufiger als bei Erwachsenen psychische Belastungen in körperliche Schmerzen übergehen. Erst bei gesicherter Fibromyalgie-Diagnose kommen multimodale Therapieansätze bei Kindern zum Tragen, so etwa eine kombinierte psychosomatische Schmerzbehandlung.